Physician Assistant Studium B.Sc.

 

Ab dem Herbst 2021 bieten wir den berufsintegrierenden Bachelorstudiengang zum Physician Assistant auch am ISBA-Studienort Saarbrücken an!

Das Studium auf einen Blick

Zielgruppe
Ausgebildete Medizinische Fachangestellte (MFA), Medizinisch-technische Assistent*innen (MTA), Altenpfleger*innen / Pflegefachkräfte, Gesundheits- und Krankenpfleger*innen, Operationstechnische Assistent*innen (OTA), Notfallsanitäter*innen,  Physio- und Ergotherapeut*innen und weitere

Zulassungsvoraussetzungen

Studienmodell
Berufsintegrierend mit Präsenzblöcken
zwei Vorlesungsblöcke im Monat, i.d.R. freitags und samstags

Studiendauer
6 Semester

Abschluss:
Bachelor of Science (B.Sc.), 180 Credit Points (ECTS)
bis zu 60 ECTS können anerkannt werden

Studienbeginn
jährlich im Oktober

Studienorte
Heidelberg, Saarbrücken, Stuttgart

Studiengebühren
595,- Euro/Monat (werden i.d.R. vom Praxispartner übernommen)
 zzgl. einmaliger Immatrikulationsgebühr von 300 EUR

Finanzierungsmöglichkeiten

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Inhaltliche Schwerpunkte

Die Studierenden des Studiengangs Physician Assistant an der ISBA werden in den relevanten medizinischen Fächern unterrichtet, beispielsweise in der Inneren Medizin, der Chirurgie oder der Allgemeinmedizin. Ferner werden sie in der Anamnese, in Gesprächs- und Untersuchungstechniken, der OP-Assistenz, in der Notfallmedizin und im Bereich Pharmakologie ausgebildet. Dadurch können ISBA-Absolvent*innen vom Arzt delegierte Aufgaben in der Patientenversorgung übernehmen und körperliche Untersuchungen sowie diagnostische Maßnahmen bis hin zu kleineren operativen Eingriffen selbst durchführen.

Unsere Studiengangsschwerpunkte orientieren sich am Curriculum der Bundesärztekammer.

Charakteristisch für den Studiengang zum Physician Assistant ist die enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis. Zu Beginn werden die Studierenden der verschiedenen Berufsgruppen auf denselben Kenntnisstand gebracht.

1. Praktische medizinische Grundlagen

  • Gesundheitsversorgung und -systeme
  • Anamneseerhebung und Untersuchungsverfahren
  • Praxismodul: Patientenaufnahme, Patientenversorgung

2. Theoretische und vertiefende praktische medizinische Grundlagen Anatomie und Physiologie

  • Chirurgie, Innere Medizin und Teilgebiete
  • Pharmakologie und Pathophysiologie
  • Anästhesie
  • Praxismodul: Stationseinsatz konservative Patientenversorgung
  • Praxismodul: Funktionsdiagnostik

3. Medizintechnik und OP-Technik

  • Medizintechnik, Medizinprodukte und Datenverarbeitung im Gesundheitswesen
  • Hygiene und Operationslehre
  • Praxismodul: OP-Lehre

4. Notfallmanagement und Notfallmedizin

  • Notfallmanagement und Notfallmedizin
  • Notfallversorgung, Triage, Reanimation

5. Management und Wahlpflichtbereich

  • Betriebs­wirtschaft und Controlling im Gesundheitswesen
  • Dokumentation, Information und Abrechnungssystem
  • Determinanten von Gesundheit, Public Health
  • Qualitätssicherung, Schlüsselkompetenz
  • Workflow-Management im Gesundheitswesen (ambulant und stationär)
  • Evidenzbasierte Medizin
  • Praxismodul: Dokumentation, Qualitäts­management, Abrechnung, Gesprächsführung, Information von Patienten

Unsere Dozenten des Studiengangs Physician Assistant

Die Dozentinnen und Dozenten der ISBA in den medizinischen Fächern setzen sich zusammen aus hoch erfahrenen Ärztinnen und Ärzten aus der Klinik, auf ober- und chefärztlicher Ebene, sowie äußert kompetenten  Fachärztinnen und -ärzten aus den Praxen. Die Dozentenschaft ist insbesonders motiviert, lern- und wissbegierigen Studierenden aus den Gesundheitsberufen, ihr ärztlichen Wissen und ethisches Denken zu vermitteln, um zukünftig auf hohem Niveau zusammenzuarbeiten.

Dies kennzeichnet den hohen Respekt unserer Dozenschaft für unsere Studierenden, die viel Zeit und Fleiß aufbringen, um den Beruf des Arztassistenten zu erlernen.

Zu unseren Dozentinnen und Dozenten

Dozent Dr. med. Erhard Siegel im Interview

PD Dr. med. Erhard Siegel ist stellvertretender Studiengangsleiter und Dozent der ISBA Heidelberg sowie Chefarzt und ärztlicher Direktor des St. Josefskrankenhaus in Heidelberg.

Im Video erläutert Herr Siegel unter anderem, wieso er denkt, dass der Beruf Physician Assistant dem Fachkärftemangel in der Pflege entgegenwirken kann und welche Eigenschaften angehende Phsyician Assistants mitbringen sollten.

Das Video wird erst nach dem Klick auf das Youtube-Symbol geladen und abgespielt. Dazu baut ihr Browser eine direkte Verbindung zu den Youtube-Servern auf. Mehr Informationen entnehmen Sie unserer Datenschutzerklärung.

Tätigkeitsfelder und Karrierechancen

Beim Physician Assistant handelt es sich um einen medizinischen Assistenzberuf auf Hochschulniveau, dem ärztlicherseits Aufgaben delegiert werden.

Physician Assistants finden ein sehr vielfältiges Aufgabengebiet in unterschiedlichen Fachabteilungen einer Klinik, in Arztpraxen oder Gesundheitszentren vor und arbeiten weitgehend eigenständig – aber immer auf Weisung und unter Kontrolle des Arztes. Der Arztassistent fungiert als Bindeglied zwischen Ärzten, Pflegepersonal und Patienten. Er leistet einen Beitrag dazu, dass die gute medizinische Patientenversorgung aufrechterhalten werden kann.

Physician Assistants arbeiten in:

  • Krankenhäusern
  • Rehabilitationskliniken
  • Medizinischen Versorgungszentren
  • Ärztehäusern bzw. Arztpraxen
  • Chirurgie/Inneren Medizin
  • Zentralen Notaufnahme
  • Anästhesie und Intensivmedizin
  • Funktionsdiagnostik und Therapie

Die konkreten Aufgaben, die von Arztassitent*innen übernommen werden, verteilen sich auf unterschiedliche Bereiche.

Physician Assistants bereiten die Erstanamnese vor, erarbeiten Verdachtsdiagnosen, unterstützen bei der Anamnese und nehmen unter Kontrolle des betreuenden Arztes auch körperliche Untersuchungen vor. Sie übernehmen kleinere Eingriffe, entnehmen Blut und assistieren den Ärzten bei operativen Eingriffen.

Sie rücken in eine zentrale Rolle bei vielen organisatorischen und administrativen Aufgaben und sind für die medizinische Dokumentation zuständig. Soft Skills sind in der Schnittstellenfunktion ebenfalls sehr gefragt: Physician Assistants sind die Kommunikationsschnittstelle zwischen Abteilung und Patient, beraten Patienten und erstellen individuelle Behandlungspläne.

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums zum Physician Assistant ist eine abgeschlossene, mindestens dreijährige Ausbildung in einem nichtärztlichen Medizinalfachberuf wie z.B.:

  • Altenpfleger*in/Pflegefachkraft
  • Ergotherapeut*in
  • Gesundheits- und Krankenpfleger*in
  • Logopäde*in
  • Medizinische*r Fachangestellte*r (MFA)
  • Medizinisch-technische*r Assistent*in (MTA)
  • Operationstechnische*r Assistent (OTA)
  • Physiotherapeut*in
  • Notfallsanitäter*in
  • Weitere Berufe auf Nachfrage

Mit Abitur oder Fachhochschulreife:
im Anschluss an die Ausbildung kann direkt mit dem Studium gestartet werden

Ohne Abitur:
mindestens zweijährige hauptberufliche Tätigkeit in ihrem gelernten oder einem verwandten Beruf sowie eine mit einem qualifizierten Ergebnis bestandene Abschlussprüfung mit mindestens 80 Punkten oder eine Note von 2,5 oder besser

Sie haben Fragen zu den Zulassungsvoraussetzungen? Sie möchten wissen, ob Ihr Beruf ebenfalls für das Studium angerechnet werden kann?

Unsere Teams an den ISBA-Studienorten beraten Sie gerne!

Kontakt aufnehmen

Finanzierung

Die Finanzierung eines Studiums ist nicht immer einfach. 

Deshalb möchten wir Sie mit Informationen und Tipps zu Förderungen unterstützen. Neben Stipendien und Bildungskrediten gibt es auch staatliche Förderungen. Diese Leistungen hängen immer von den individuellen Verhältnissen ab. Informieren Sie sich am besten bei den entsprechenden Behörden und Ämter.

Vollständige Übernahme der Studiengebühren durch den Arbeitgeber

Die Studiengebühren gelten als Weiterbildungskosten, können demnach als betriebliche Ausgaben angesetzt werden. Diese sind damit für den Arbeitgeber sozialversicherungsbefreit.

Optional: Nettolohnoptimierung. Verringerung des Bruttolohns anteilig zur Freistellung für das Studium (auch teilweise möglich) und Übernahme der Studiengebühren durch den Arbeitgeber. Hierbei profitiert der Arbeitgeber zusätzlich im Rahmen der Sozialversicherungsbeiträge.

Geteiltes Finanzierungsmodell: Refinanzierung über den Arbeitgeber

Der Arbeitgeber finanziert die hälftige Studiengebühr und refinanziert die übrigen Studiengebühren im Laufe der Betriebszugehörigkeit im Rahmen eines Mitarbeiterbindungsprogrammes (Mitarbeiterbindung).

BAföG

Mit dem am 16. Mai 2019 beschlossenen Gesetz zur Reform des BAföG sind auch Studierende an privaten Berufsakademien BAföG-förderungsfähig. Die Änderung soll zum Wintersemester 2019/2020 in Kraft treten.

Ob und in welcher Höhe BAföG gezahlt wird, hängt von den individuellen Vermögens- und Einkommensverhältnissen ab.

Steuerliche Absetzbarkeit bei Eigenfinanzierung

Die Gebühren können i.d.R. im Rahmen der Einkommensteuererklärung als Werbungskosten abgesetzt werden. Hierdurch können bis zu 42% der Gebühren vom Finanzamt zurückerstattet werden. Zudem absetzbar: Fahrtkosten, Kopierkosten, Übernachtungskosten,

Verpflegungsmehraufwendungen etc. Es lohnt sich, bei einem Steuerberater nachzufragen, mit welchen Erstattungen Sie rechnen können.

Studienkredite

Auch gibt es die Möglichkeit, Studienkredite aufzunehmen, die speziell auf die Bedürfnisse von Studierenden abgestimmt sind. 

Eine weitere Möglichkeit der Studienfinanzierung sind Bildungsdarlehen. Die Bonitätsprüfung und Abwicklung erfolgt direkt über die jeweilige Bank.

Bildungsprämie

Mit der Bildungsprämie fördert das Bundesministerium für Forschung und Bildung individuelle berufsbezogene Weiterbildung. Die ausgewählte Weiterbildung muss dabei für den beruflichen Kontext wichtig sein, unabhängig davon, ob die für die aktuelle oder eine geplante neue Tätigkeit zutrifft.

Studienplatz sichern!

Unsere Teams in Heidelberg, Stuttgart und Saarbrücken sind für Sie da!