Physician Assistant B. Sc.*

Der Physician Assistant ist ein zukunftsorientierter und vielseitiger Beruf im Gesundheitswesen mit interdisziplinärer Kompetenz an der Schnittstelle zwischen ärztlichem Dienst, Pflege und Management. Das Studium bietet den Einstieg in eine neue Karriere für Angehörige von Gesundheitsfachberufen. Diese können Ihr Aufgabenspektrum um ein Vielfaches erweitern, sich neue Berufsperspektiven eröffnen und einen finanziellen Aufstieg ermöglichen.

Der Physician Assistant zählt laut aktueller Studie zu den acht Trendberufen 2019.

Das Studium Physician Assistant B. Sc.* auf einen Blick

Studienmodell:
Berufsintegrierend mit Präsenzblöcken

Studiendauer:
6 Semester

Abschluss:
Bachelor of Science (B. Sc.)

ECTS:
180 (bis zu 60 werden anerkannt)

Organisation:
Zwei Vorlesungsblöcke im Monat, i.d.R. freitags und samstags

monatliche Studiengebühr:
595 EUR (i.d.R. vom Praxispartner übernommen)

Immatrikulationsgebühr:
300 EUR (einmalig)

Studienbeginn:
01.10.2020

Studienorte:

  • Heidelberg
  • Stuttgart

Berufsbild und Tätigkeitsfelder des Physician Assistants

Die Physician Assistants fungieren als Bindeglied zwischen Ärzten, Pflegepersonal und Patienten. Sie unterstützen und entlasten Ärzte bei delegierbaren Routineaufgaben, wie zum Beispiel bei der Befragung und Untersuchung von Patienten.

Physician Assistants arbeiten in

  • Krankenhäusern
  • Rehabilitationskliniken
  • Medizinischen Versorgungszentren
  • Ärztehäusern bzw. Arztpraxen
  • Chirurgie/Inneren Medizin
  • Zentralen Notaufnahme
  • Anästhesie und Intensivmedizin
  • Funktionsdiagnostik und Therapie

Die konkreten Aufgaben, die von Arztassitent*innen übernommen werden, verteilen sich auf unterschiedliche Bereiche, die den täglichen Kreislauf des Krankenhausbetriebs widerspiegeln.

Physician Assistants bereiten die Erstanamnese vor, erarbeiten Verdachtsdiagnosen, unterstützen bei der Anamnese und nehmen unter Kontrolle des betreuenden Arztes auch körperliche Untersuchungen vor. Sie übernehmen kleinere Eingriffe, entnehmen Blut und assistieren den Ärzten bei operativen Eingriffen.

Sie rücken in eine zentrale Rolle bei vielen organisatorischen und administrativen Aufgaben und sind für die medizinische Dokumentation zuständig. Soft Skills sind in der Schnittstellenfunktion ebenfalls sehr gefragt: Physician Assistants sind die Kommunikationsschnittstelle zwischen Abteilung und Patient, beraten Patienten und erstellen individuelle Behandlungspläne.

Das Studium Physician Assistant an der ISBA

An der ISBA erwerben Sie breitgefächerte medizinische Kenntnisse sowie die formale Voraussetzung, um Ärzte zu unterstützen und zu entlasten. Daher orientieren sich die Studiengangsschwerpunkte an denen des Medizinstudiums.

Charakteristisch für den Studiengang zum Physician Assistant ist die enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis. Zu Beginn werden die Studierenden der verschiedenen Berufsgruppen auf denselben Kenntnisstand gebracht.

Die Dozentinnen und Dozenten der ISBA in den medizinischen Fächern setzen sich zusammen aus hoch erfahrenen Ärztinnen und Ärzten aus der Klinik, auf ober- und chefärztlicher Ebene, sowie äußert kompetenten  Fachärztinnen und -ärzten aus den Praxen. Die Dozentenschaft ist insbesonders motiviert, lern- und wissbegierigen Studierenden aus den Gesundheitsberufen, ihr ärztlichen Wissen und ethisches Denken zu vermitteln, um zukünftig auf hohem Niveau zusammenzuarbeiten.

Dies kennzeichnet den hohen Respekt unserer Dozenschaft für unsere Studierenden, die viel Zeit und Fleiß aufbringen, um den Beruf des Arztassistenten zu erlernen.

Unsere Dozenten des Studiengangs Physician Assistant


Prof. Dr. med. Frank G. Brecht, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie
St. Thomas-Einrichtung

Prof. Dr. B.-D. Gonska, Klinikdirektor
St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe

Dr. med. Andreas Horn, Arzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
hno am Neckar

Dr. Sebastian Müller, Orthopädie/Unfallchirurgie
Atosklinik Heidelberg

Dr. med. Christian Münch
Urologisches Zentrum Bergstraße

Prof. Dr.med. Rainer Siebold, Unfallchirurgie
Atosklinik Heidelberg        

Dr. med. Guido Volk, Chirurgie/Unfallchirurgie
Atosklinik Heidelberg

Dr. med. Wolfgang Wradzidlo
Radiologische Gemeinschaftspraxis Atos Klinik
 

Pflicht- und Wahlmodule des Studiengangs

1.) Praktische medizinische Grundlagen

  • Gesundheitsversorgung und -systeme
  • Anamneseerhebung und Untersuchungsverfahren
  • Praxismodul: Patientenaufnahme, Patientenversorgung


2.) Theoretische und vertiefende praktische medizinische Grundlagen

  • Anatomie und Physiologie
  • Chirurgie, Innere Medizin und Teilgebiete
  • Pharmakologie und Pathophysiologie
  • Anästhesie
  • Praxismodul: Stationseinsatz konservative Patientenversorgung
  • Praxismodul: Funktionsdiagnostik


3.) Medizintechnik und OP-Technik

  • Medizintechnik, Medizinprodukte und Datenverarbeitung im Gesundheitswesen
  • Hygiene und Operationslehre
  • Praxismodul: OP-Lehre

4.) Notfallmanagement und Notfallmedizin

  • Notfallmanagement und Notfallmedizin
  • Notfallversorgung, Triage, Reanimation

 

5.) Management und Wahlpflichtbereich

  • Betriebs­wirtschaft und Controlling im Gesundheitswesen
  • Dokumentation, Information und Abrechnungssystem
  • Determinanten von Gesundheit, Public Health
  • Qualitätssicherung, Schlüsselkompetenz
  • Workflow-Management im Gesundheitswesen (ambulant und stationär)
  • Evidenzbasierte Medizin
  • Praxismodul: Dokumentation, Qualitäts­management, Abrechnung, Gesprächsführung, Information von Patienten

Zulassungs­voraussetzungen zum Physician Assistant Studium

Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums zum Physician Assistant ist eine abgeschlossene, mindestens dreijährige Aus­bildung in einem der folgenden, nichtärztlichen Medizinalfachberufe:

  • Altenpfleger*in
  • Ergotherapeut*in
  • Gesundheits- und Krankenpfleger*in
  • Logopäde*in
  • Medizinische*r Fachangestellte*r (MFA)
  • Medizinisch-technische*r Assistent*in (MTA)
  • Operationstechnische*r Assistent (OTA)
  • Physiotherapeut*in
  • Notfallsanitäter*in

Mit Abitur:
Bewerber*innen mit Abitur oder Fachhochschulreife müssen zusätzlich eine mindestens einjährige hauptberufliche Tätigkeit in ihrem gelernten oder einem verwandten Beruf vorweisen

Ohne Abitur:
Bewerber*innen ohne Abitur oder Fachhochschulreife mindestens zwei Jahre sowie eine mit einem qualifizierten Ergebnis bestandene Abschlussprüfung mit mindestens 80 Punkten oder eine Note von 2,5 oder besser


Sie haben Fragen zu den Zulassungs­voraussetzungen?

Sie möchten wissen, ob Ihr Beruf ebenfalls für das Studium angerechnet werden kann?


Unsere Teams in Heidelberg und Stuttgart beraten Sie gerne!

*in Akkreditierung